Kostenerstattungsverfahren

Die Verhaltenstherapie gehört zu den Richtlinienverfahren und ist damit grundsätzlich eine Leistung, die von gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

Die Vergabe der Kassenzulassungen für Ärzte und Psychotherapeuten ist bundesweit durch die Kassenärztlichen Vereinigungen limitiert und orientiert sich an einem errechneten Versorgungs-Bedarf.

Kommt es jedoch zu einem Versorgungs-Engpass, besteht die Möglichkeit, die Kosten für eine Psychotherapie in einer Privatpraxis von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet zu bekommen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben eine Versorgungspflicht und müssen Ihnen daher eine Behandlung gewähren.

Ein Versorgungs-Engpass besteht dann, wenn Sie in zumutbarer Zeit und Entfernung keinen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung bekommen. In der Regel gelten Wartezeiten von über 3 Monaten und eine Fahrtzeit von mehr als 45 Minuten als nicht zumutbar. In dringenden Fällen kann die zumutbare Wartezeit auch kürzer sein.

Psychotherapeuten mit Kassenzulassung finden Sie unter: www.kvberlin.de/arztsuche

Dokumentieren Sie formlos Ihre Telefonate (Praxis, Datum, Uhrzeit, Wartezeit) und Absagen! Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse über die Möglichkeit einer Kostenerstattung.

Ratgeber zum Kostenerstattungsverfahren der BundesPsychotherapeutenKammer:
BPtK_Ratgeber_Kostenerstattung.pdf

ACHTUNG: Seit dem Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 01.04.2018 muss jeder Patient vor Aufnahme einer Psychotherapie eine Psychotherapeutische Sprechstunde aufsuchen. In dieser Sprechstunde klärt ein Psychotherapeut mit Kassenzulassung ab, ob eine psychische Erkrankung vorliegt und welches therapeutisches Angebot zu empfehlen wäre.

Einen Termin zur Sprechstunde erhalten Sie über die KV Berlin (Kassenärztliche Vereinigung) unter der Rufnummer: 030/31 003 383 (Mo. – Fr. 09:00 – 15:00 Uhr).